Bahkauv
Unbenanntes Dokument
Bahkauv heißt eigentlich Bachkalb. Dieses Bachkallb ist ein Untier, das teils einem Bären und teils einem Büffel glich. Je nach Schilderung sieht es auch einem schuppenbedecktes Untier mit scharfen Hauern ähnlich,
das einen mächtigen Schwanz und lange Krallen an den Zehen bestitzt.
Dieses Untier soll an der Wasserstelle am Büchel gehaust haben. Tagsüber war es friedlich. Aber nachts fing es an, sein Unwesen zu treiben.
Der Bahkauv lauerte Betrunkenen auf und sprang auf deren Rücken und ließ sich bis vor die Haustüre tragen. Kein Flehen und kein Betteln half. Wenn aber jemand auf die Idee kam lauthals zu fluchen, dann ließ der Bahkauv von seinem Opfer ab.
Viele Frauen behaupteten damals, es sei nur eine Erfindung der Männer,
um zu erklären, wo sie ihr Geld gelassen hätten. Lieber hätten sie
gesagt, dass der Bahkauv es ihnen abgenommen hätte, als zuzugeben, dass
sie es versoffen hätten.
Alten Überlieferungen nach, soll es aber ein verkleideter Wegelagerer
oder aber auch der Torwächter gewesen ein, der da sein Unwesen trieb.
Ein Schmiedemeister soll sich erfolgreich gewehrt haben, so dass der
Täter enttarnt wurde.
Die heutige Brunnenskulptur, bei der das
Wasser aus dem Schwanz und nicht aus dem Maul fließt, wurde von
Kurt-Wolf von Borries geschaffen und 1967 aufgestellt. Die ursprüngliche Plastik von 1904 wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.
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Stichworte: Aachen, Skulptur, Denkmal, Bahkauv, Bachkalb
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